Gentoo installieren

aus Audio4linux, der freien Wissensdatenbank

Inhaltsverzeichnis

Gentoo-Linux installieren und für eine DAW optimieren.



Einleitung

Achtung Anleitung wird grade überarbeitet !!! --Telefonhoerer 22:19, 02.02.13

Bei Gentoo handelt es sich um eine Meta-Distribution, welche im Normalfall nicht die fertigen Programmpakete anbietet , sondern eine Scriptsammlung und die dazugehörigen Tools um sich das System aus dem Quellcode selbst zu kompilieren.

Dies hat folgende Vorteile:

  • Optimale Anpassung an die Hardware
  • einfache Optimierung der Anwendungen an den Verwendungszweck


Voraussetzungen / Vorbereitung

Vorausgesetzt wird:

  • Zeit und Geduld für die Installation
  • Erfahrung im Umgang mit Linux
  • möglichst flotte Hardware einer dieser Architekturen: alpha/amd64/hppa/ia64/ppc/ppc64/sparc/x86
  • eine mind. 5GB grosse Partition besser =>20GB
  • Internetanbindung


Vorbereitung

Tip: stage3 und portage Archive können zwar auch später direkt vom Live-System aus runtergeladen werden, es ist aber wesentlich praktischer sie bereits auf einem USB -Massenspeicher oder auf einer optionalen Partition vorzuhalten.

  • Die Installations-CD brennen
  • Einen möglichst langen Film für Frau/Freundin ausleihen bzw. Kasten Bier für den Freund besorgen
  • sammeln von Informationen über Hardware (CPU/Netzwerk/Grafik)


Die Installation

 Hier findet man die deutschsprachige offizielle Installationsanleitung: http://www.gentoo.de/doc/de/handbook/

Ich werde von nun ab alle Abweichungen zur Standardvorgehensweise mit einem Smiley :-) kennzeichnen

Das Gentoo-Basissystem stage3-architektur.bla-tar.bz2 wird von einem laufenden Linux aus in seine zukünftige root-Partition entpackt. Danach wechselt man via chroot in das System, konfiguriert es, übersetzt den Kernel und installiert die essentiellen Programme wie z.B. den bootloader. Fertig!!?


ein Linux starten

  • Wie erwähnt benötigen wir ein funktionierendes Linux um mit der Installation zu beginnen, hierfür eignet sich besonders gut die Live-CD. Sie wird gebootet und gegebenenfalls mit net-setup das noch nicht erkannte Netzwerk konfiguriert.
  •  :-) Alternativ kann aber auch von einer bestehenden aktuellen Linuxinstallation die Installation vorgenommen werden. hier benötigen wir erst einmal nur eine Konsole mit root-Rechten.und freien Festplattenplatz.


die benötigten Partitionen erstellen und formatieren

!!!!!!!!!!!! Achtung: bei unsachgemässer Vorgehnesweise droht Datenverlust, es sollte vorher ein Backup aller wichtigen Daten auf der Festplatte vorgenommen werden. Folgende Schritte führst du auf eigenes Risiko aus !!!!!!!!!!!!!


Partitionierung

zum partitionieren der Festplatte können entweder fdisk oder cfdisk verwendet werden Beispiel cfdisk

Nachdem die Partitionierung erfolgreich überstanden ist

ist nun eine zwingend notwendige root-Partition verfügbar. (Beispielhaft /dev/sda5)

der bei wenig (<=1GB) RAM notwendige Swap (Beispielhaft /dev/sda6)

eine 20GB Partition optional für das später beschriebene /gentoo (Beispielhaft /dev/sda7)

eine 120GB Partition optional für das /home-Verzeichnis (Beispielhaft /dev/sda8)

Anmerkung: wenn möglich /home auf eine primäre Partition mounten


Formatierung

Ich stelle nun einfach mal die Behauptung auf das ext4 das sinnvollste Dateisystem für eine DAW ist.


somit formatieren wir mit

audio4linux31 ~ # mkfs.ext4 /dev/sda5 {bzw. sda7 sda8}

die erstellten Partitionen

nun muß nur noch der swapspace erstellt werden:

audio4linux31 ~ # mkswap /dev/sda6
Setting up swapspace version 1, size = 1951860 KiB
kein Label, UUID=ede5aa37-d66e-4998-8d0a-4758313e0904


Das Basissystem

Entpacken

bevor wir das Basissystem entpacken können müssen wir unsere neue root-Partition mounten

Nicht-Live-CD Benutzer brauchen womöglich noch das Verzeichnis /mnt/gentoo

audio4linux31 ~ # mkdir /mnt/gentoo

jetzt können wir unsere root-Partition mounten (hier /dev/sda5)

audio4linux31 ~ # mount /dev/sda5 /mnt/gentoo/
audio4linux31 ~ # cd /mnt/gentoo/

wer das Basissystem (z.B.: stage3-i686-20090616.tar.bz2 ) noch nicht zur Verfügung hat:

audio4linux31 gentoo # wget -c ftp://mirror.linux-de.org/distro/gentoo/releases/x86/current/stage3-i686-20090616.tar.bz2
der tarball ändert allerdings (man bedenke current) regelmässig seinen Namen


ich hatte Ihn grade auf einem anderen Rechner :-) ergo:

martin@calculon ~ $ scp stage3-i686-20090616.tar.bz2 root@192.168.0.31:/mnt/gentoo/
Password: 
stage3-i686-20090616.tar.bz2                        100%  120MB  17.1MB/s   00:07


Nun aber endlich das eigentliche Entpacken

audio4linux31 gentoo # tar -xvjpf stage3-i686-20090616.tar.bz2

Wer den Gentoo-Vorgaben treu bleiben will wiederholt das Prozedere um den portage-tree (portage-latest.tar.bz2) im Verzeichnis /mnt/gentoo/usr zu entpacken

-) ich empfehle aber eine andere Methode und zwar das erstellen des Verzeichnisses:

Vorteile von /gentoo gegenüber des Standardlayouts

audio4linux31 ~ # mkdir /mnt/gentoo/gentoo

und falls die optionale Partition für /gentoo angelegt wurde

audio4linux31 ~ # mount /dev/sdaX /gentoo {hier /dev/sda7}

um dort den portage-tree wie beim baselayout beschrieben zu entpacken

audio4linux31 ~ # cd /mnt/gentoo/gentoo
audio4linux31 ~ # tar -xvjpf portage-latest.tar.bz2  
audio4linux31 ~ # mkdir /mnt/gentoo/gentoo/a4l
-) das Verzeichnis a4l steht für unseren Build-Namen, dort werden abweichend zu Gentoo-Standard die Konfigurationsdateien,Overlays und (wenn gewünscht) erzeugten Binarys landen


Die make.conf

In der /etc/make.conf wird nicht nur der Compiler konfiguriert sondern das ganze Portage-System von Gentoo

-) ich verbanne Sie nach /gentoo/a4l
audio4linux31 ~ # echo "make.conf für audio4linux" >> /mnt/gentoo/gentoo/a4l/make.conf

mittels z.B. dem Editor nano füllen wir Sie nun mit folgendem Inhalt (Hier beispielhaft für x86 Architektur !!)

### gcc konfigurieren
HOST="i686-pc-linux-gnu" 
# 32bit x86-Architektur
#CFLAGS="-march=i686"
CFLAGS="-march=native"
# native läst den gcc selbst erkennen um welche CPU es sich handelt
# der Code läuft dann nur auf CPU's mit dem selben Befehlssatz 
#CFLAGS="${CFLAGS} -pipe"
#CFLAGS="${CFLAGS} -O2"
#CFLAGS="${CFLAGS} -fomit-frame-pointer"
#CFLAGS="${CFLAGS} -msse"
#CFLAGS="${CFLAGS} -msse2"
#CFLAGS="${CFLAGS} -mmmx"
#CFLAGS="${CFLAGS} -mfpmath=sse"
# falls keine autom. Erkennung gewünscht i686 mit den aufgeführten Optionen
# hiermit würde Code für x86 >= Pentium4/Amd Athlon64 erzeugt
CXXFLAGS="${CFLAGS}"
# c++ benutzt die selben Flags
#http://gcc.gnu.org/onlinedocs/gcc-4.5.4/gcc/i386-and-x86_002d64-Options.html#i386-and-x86_002d64-Options
MAKEOPTS="-j4"
# Anzahl CPU's (Cores) +1
#Pfade setzen
BUILD_NAME="a4l"
PORTAGE_ROOT=gentoo
#PORTAGE_ROOT=usr
#nach Gentoo-Konventionen
PORTAGE_TMPDIR=/tmp
PORTDIR=/"${PORTAGE_ROOT}"/portage
DISTDIR=/"${PORTAGE_ROOT}"/distfiles
PKGDIR=/"${PORTAGE_ROOT}"/"${BUILD_NAME}"/packages
#PORTDIR_OVERLAY=/${PORTAGE_ROOT}/"${BUILD_NAME}"/overlays/
## ebuild-Konfiguration
ACCEPT_KEYWORDS="x86" 
# stable x86 32bit
## globale USE-Flags aktivieren/deaktivieren optionen beim erzeugen von Programmen
#http://gentoo-portage.com/USE
# System
USE="threads "
# Arch
USE="${USE} mmx mmxext sse sse2"
# Devices
USE="${USE} bluetooth v4l v4l2 dvd dvdr usb dvdread "
# Services
USE="${USE} sensord alsa cups acpi samba "
# Multimedia
USE="${USE} vorbis  glitz  aalib a52 wma real theora flac  xvid ffmpeg"
#Audio
USE="${USE} ladspa jack ogg mp3 -oss sndfile  aac"
# X 'n Misc
USE="${USE}  cairo  X opengl spell truetype "
INPUT_DEVICES="keyboard mouse evdev synaptics"
# verfügbare INPUT_DEVICES sind: keyboard mouse synaptics joystick acecad aiptek calcomp citron digitaledge
# dmc dynapro elo2300 elographics evdev fpit hyperpen jamstudio magellan microtouch mutouch palmax penmount
# spaceorb summa tek4957 tslib ur98 virtualbox vmmouse void wacom
VIDEO_CARDS="radeon"
# wird  VIDEO_CARDS auskommentiert werden Treiber für die meisten üblichen Grafikkarten
# installiert 
# zur auswahl stehen wie oben angegeben  radeon
# als auch: fbdev glint intel mach64 mga neomagic nv r128 radeon savage sis tdfx trident vesa via vmware voodoo
# pm ark ast chips cirrus dummy epson fglrx geode i128 i740 (impact) imstt (newport) nvidia radeonhd rendition 
# s3 s3virge siliconmotion sisusb (sunbw2) (suncg14) (suncg3) (suncg6) (sunffb) (sunleo) (suntcx) tga 
# tseng v4l vermilion virtualbox xgi
ALSA_CARDS="ice1712"
# verfügbare ALSA_CARDS sind: darla20 darla24 echo3g emu10k1 emu10k1x gina20 gina24 hdsp hdspm indigo indigoio
# layla20 layla24 mia mixart mona pcxhr rme32 rme96 sb16 sbawe sscape usb-usx2y vx222
LINGUAS="de"
##Global
SYNC="rsync://rsync.gentoo.org/gentoo-portage"
#RSYNC_RETRIES="3"
#RSYNC_TIMEOUT=180
PORTAGE_NICENESS=4
AUTOCLEAN="yes"
FEATURES="parallel-fetch  distlocks -strict"
#FEATURES="${FEATURES} distcc "
#FEATURES="${FEATURES} -sandbox"
GENTOO_MIRRORS="http://de-mirror.org/gentoo/"
#auskommentieren sobald layman installiert und konfiguriert ist
#source /usr/local/portage/layman/make.conf


khz make.conf und TEST Systemoptimierung von der linuxmusicians WIKI

chroot

mit chroot wechseln wir vom Livesystem in das auf HD entpackte Basissystem wir brauchen allerdings die Informationen aus dem /proc-Verzeichnis

audio4linux31 ~ # mount -t proc none /mnt/gentoo/proc

und Namensauflösung um die Gentoo-Server zu ereichen

audio4linux31 ~ # cp  /etc/resolv.conf /mnt/gentoo/etc/

nun der sprung ins kalte Wasser

audio4linux31 ~ # chroot /mnt/gentoo/ /bin/bash
audio4linux31 / # 

jetzt können wir die neue make.conf nach /etc linken

 audio4linux31 / # ln -sf  /gentoo/a4l/make.conf /etc/portage/make.conf

etwas Nacharbeit

audio4linux31 / # env-update && source /etc/profile && export PS1="(chroot) $PS1"
>>> Regenerating /etc/ld.so.cache...
(chroot) audio4linux31 / #


Grundkonfiguration

das Gentoo-Standard-Profil auswählen (wer kein aufwendiges Desktop-Enviorment möchte wählt das Server-Profil aus)

(chroot) audio4linux31 / # eselect profile list

Available profile symlink targets:

 [1]   default/linux/amd64/10.0
 [2]   default/linux/amd64/10.0/desktop 
 [3]   default/linux/amd64/10.0/desktop/gnome
 [4]   default/linux/amd64/10.0/desktop/kde
 [5]   default/linux/amd64/10.0/developer
 [6]   default/linux/amd64/10.0/no-multilib
 [7]   default/linux/amd64/1.......

(chroot) audio4linux31 / # eselect profile set 2


die gewünschte locale einrichten

(chroot) audio4linux31 / # echo "en_US ISO-8859-1" > /etc/locale.gen 
(chroot) audio4linux31 / # echo "en_US.UTF-8 UTF-8" >> /etc/locale.gen 
(chroot) audio4linux31 / # echo "de_DE ISO-8859-1" >> /etc/locale.gen 
(chroot) audio4linux31 / # echo "de_DE@euro ISO-8859-15" >> /etc/locale.gen 
(chroot) audio4linux31 / # echo "de_DE.utf8 UTF-8" >> /etc/locale.gen 

in /etc/env.d/02locale

LINGUAS=de
LANG="de_DE.utf8"
LC_ALL="de_DE.utf8"
GDM_LANG="de_DE.UTF8"

eintragen

was ihr halt wollt

die Zeitzone:

(chroot) audio4linux31 / # cp /usr/share/zoneinfo/Europe/Berlin /etc/localtime

und (damits nich zu öde wird ) der erste audio-relevante Eintrag

in /etc/security/limits.conf :

@audio          -       rtprio          100
@audio          -       nice            -10
@audio          -       memlock         unlimited


Der Kernel

jetzt wird das erst Mal etwas installiert hierfür benötigen wir den Befehl emerge

(chroot) audio4linux31 / # emerge gentoo-sources genkernel


und genkernel starten:

(chroot) audio4linux31 linux # genkernel all --menuconfig
 wer sich hier nicht auskennt sollte nur in:
Processor type and features >> Preemption Mode >> Complete Preemption (Real-Time)
Processor type and features >> Timer frequency >> 1000 HZ
General setup >> RCU Subsystem >> RCU Implementation (Preemptable tree-based hierarchical RCU)

auswählen, alles andere lassen ...und dann ewig warten bis alle tausende Module gebaut sind

Hinweis: hier solte telefonhoerer mal beispielkonfigs anbieten

(Evt. eine kleine Hilfe: http://kernel-seeds.gentoostudio.org/working.html http://kmuto.jp/debian/hcl/ )


abschließende Konfiguration

Portage und wichtige Updates

Wer die Anleitung soweit befolgt hat, hat sich für ein "stable" System entschieden und mit den über make.conf gesetzten USE-Flags die Builds global konfiguriert.

Gentoo ermöglicht allerdings auch für einzelne Anwendungen USE-Flags zu setzen, und einzelne Anwendungen mittels KEYWORDS von unstable (~x86) auf stable(x86) demaskieren. Das lässt sich temporär mit USE=xxx emerge programm bzw. ACCEPT_KEYWORDS=~x86 emerge programm bewerkstetigen. Für eine dauerhafte Konfiguration kann das Verzeichnis /etc/portage erstellt werden.

-) wer sich weiter an meine Vorgensweise halten will erstellt:
(chroot)audio4linux31 / # mkdir /gentoo/a4l/portage
(chroot)audio4linux31 / # ln -sf  /gentoo/a4l/portage /etc/portage

für die USE-Flags erzeugen wir die Datei:

(chroot)audio4linux31 / # echo "meine USE-Flags" > /etc/portage/package.use

hier kann später mittels echo "portage-pfad/programm ichbindasflag" >> /etc/portage/package.use ein USE-Flag für ein bestimmtes Programm gesetzt werden


bei den Keywords gehen wir etwas anders vor. Da sich zumindest bei der DAW einiges an Anwendungen ansammeln wird die aus unstable gebraucht werden erstellen wir ein VERZEICHNIS

(chroot)audio4linux31 / # mkdir /etc/portage/package.keywords

inerhalb dieses Verzeichnisses werden dann Dateien erzeugt in dem die Anwendungen zu finden sind

Wer erfahren mit Linux ist (oder mir einfach nur leichtfertig vertraut) kann nun gleich mal auf die Unstable-Komponenten updaten, welche die Systemkonfiguration verändern. Ein update Später würde wesentlich mehr an Aufwand bedeuten.

zum Ersten OpenRC: http://www.gentoo.org/doc/de/openrc-migration.xml

wir müssen dazu

(chroot)audio4linux31 / # echo "sys-apps/baselayout" >> /etc/portage/package.keywords/openrc
(chroot)audio4linux31 / # echo "sys-apps/sysvinit"> /etc/portage/package.keywords/openrc
(chroot)audio4linux31 / # echo "sys-apps/sys-apps/openrc"> /etc/portage/package.keywords/openrc

ausführen dannach mit

 (chroot)audio4linux31 / # emerge -au world 

das System updaten

jetzt müssen nur noch die Konfig-Files erneuert werden das ist das letzte mal das dies sorglos möglich ist, da wir das System noch nicht konfiguriert haben

(chroot)audio4linux31 / # etc-update

Jetzt kann einfach mit -5 alles überschrieben werden, in Zukunft IST ES SEHR WICHTIG darauf zu achten das man sich nicht "versehentlich" z.B.: die /etc/fstab überschreibt ;-) """

des weiteren portage: portage 2.2 bringt einige praktische Neuerungen, bei mir funktioniert es anstandslos....your risk!!!!!!

(chroot)audio4linux31 / # echo "sys-apps/portage" >> /etc/portage/package.keywords/system
(chroot)audio4linux31 / # echo "sys-apps/portage" >> /etc/portage/package.unmask
(chroot)audio4linux31 / # emerge -au portage

Wer nicht nur hirnlos copy'n'paste verwendet wird jetzt bemerkt haben das Er einen neuen File angelegt hat und somit ein Hart-Maskierten Ebuild freigegeben hat. Wer nicht weis was das bedeutet sollte nun google anwerfen.


als letztes noch für Alle die so sehr auf stable pfeifen das Sie sogar Ubuntu oder M$ verwenden würden: ( hier: irc://freenode/audio4linux.de bin ich oft zu finden. Wer weder Gentoo gut kennt, noch meine Telefonnummer hat kann hiermit richtig Erfahrung sammeln)

update auf neuesten gcc und co.


  • Optional: System neu kompilieren

Nun ist es möglich das gesammte installierte System zu kompilieren um auch das Basissystem auf die eigene Hardware zu optimieren, dies dauert allerdings einige Zeit (der gcc braucht beispielsweise auf einem AMD x2 5600/ 2GB RAM zirka 20min)

wer Zeit hat führt also:

(chroot)audio4linux31 / # emerge -e world aus

wer gleich noch binarys erzeugen will nutzt emerge -be world


System

  • Editieren der /etc/fstab:
#hier die /boot Partition angeben
#/dev/BOOT              /boot           ext2            noauto,noatime  1 2
# nun die root Partition in meinem fall /dev/sda5 
/dev/sda5               /               ext3            noatime         0 1
#swap wenn erstellt bei mir /dev/sda6
/dev/sda6              none            swap            sw              0 0
### wenn vorhanden:
#/dev/cdrom             /mnt/cdrom      auto            noauto,ro       0 0
#/dev/fd0               /mnt/floppy     auto            noauto          0 0
### wer eine eigene Partition für /gentoo erstellt hat:
/dev/sda7               /gentoo         ext3            noatime         0 0
### das /home Verzeichnis gehört eigentlich schon auf ne eigene Partition:
/dev/sda8               /home           ext3            noatime         0 0
### Ramdisk
shm                     /dev/shm        tmpfs           nodev,nosuid,noexec     0 0
### wer genug Speicher hat kann /tmp auf die Ramdisk mounten
#tmpfs            /tmp                   tmpfs           defaults,size=1200M,mode=1777 0 0


  • setzen des root-Passworts:
(chroot) audio4linux31 / # passwd
Geben Sie ein neues UNIX Passwort ein: 
Schlechtes Passwort: Es basiert auf einem Wörterbucheintrag
Geben Sie das neue UNIX Passwort erneut ein:  
passwd: Passwort erfolgreich geändert
(chroot) audio4linux31 / # 

Hinweis: Während der Eingabe des passwords gibt es keine Bilschirmausgabe, allerdings wird nach der Bestätigung durch "Return" sehrwohl an der Qualität des Passworts rumgenörgelt.

  • Der Hostname
(chroot) audio4linux31 / # echo "HOSTNAME="audiosys"" > /etc/conf.d/hostname
  • Die Tastaturbelegung
(chroot) audio4linux31 / # nano /etc/conf.d/keymaps
  • Die Zeit

Benutzer von openrc:

(chroot) audio4linux31 / # nano /etc/conf.d/hwclock

ansonsten

(chroot) audio4linux31 / # nano /etc/conf.d/clock


Dienste

Hintergrundprozesse (Dienste) werden bei Gentoo inerhalb des Verzeichnisses /etc/conf.d/ konfiguriert. Verwaltet werden sie mit den Tools: rc-config rc-service rc-status rc-update

TIP: Für eine DAW mit nicht unedlich schneller Hardware solten möglichst wenige Dienste automatisch gestartet werden wenn Sie nicht zwingend benötigt werden. Sporadisch benutzte Dienste lieber manuell starten z.B.: /etc/init.d/klöschenformer start

Wichtig zu wissen ist das bei Gentoo Dienste nicht automatisch starten nachdem man Sie installiert hat. Sie müssen manuell mit rc-update add Dienst runlevel dem gewüschten Runlevel zugeordnet werden.


  • Netzwerk

Schon klar, Netzwerkskonfiguration hat primär nichts mit Diensten zu tun doch womöglich wird jemand von Euch dhcp oder als auch den Networkmanager verwenden wollen.


Am einfachsten hat man es wenn nur die bereits erkannte Netzwerkkarte eine statische IP zugeteilt bekommen soll

hier reicht für OpenRC-Benutzer der Eintrag (als Beispiel):

config_eth0="192.168.0.1 netmask 255.255.255.0 brd 192.168.0.255"
routes_eth0="default via 192.168.0.1"

in /etc/conf.d/net hilfe findet Ihr in /usr/share/doc/openrc/net.example

Alle Anderen benutzen abweichend folgende Syntax:

config_eth0=( "192.168.0.1 netmask 255.255.255.0 brd 192.168.0.255" )
routes_eth0=( "default via 192.168.0.1" )

hilfe gibts direkt in /etc/conf.d/net.example

Wer sich seine Netzwerksadresse automatisch zuweisen lassen will mus erst mal einen dhcp-client installieren

 (chroot)audio4linux31 / # emerge dhcpcd

lässt die Datei /etc/conf.d/net allerdings leer.

abschliessend gilt: (chroot)audio4linux31 / # rc-update add net.eth0 default somit solte nach dem ersten reboot das Netwerk laufen

TIP: Wird nach dem Wechsel der Netwerkkarte das Interface eth0 nicht mehr gefunden, liegt Dies an einer automatisch generierten udev-Regel. In /etc/udev/rules.d/70-persistent-net.rules können die Einträge gelöscht weren, sodas der neuen Karte wieder eth0 zugeordnet wird


  • GPM (Maus auf der Konsole)

ist bereits installiert wenn gewüscht einfach mit rc-update add gpm default dem Runlevel default zuordnen

  • Syslog-NG (optional)
(chroot)audio4linux31 / # emerge syslog-ng 
(chroot)audio4linux31 / # rc-update add syslog-ng default
  • Cron (optional)
(chroot)audio4linux31 / # emerge vixie-cron
(chroot)audio4linux31 / # rc-update add vixie-cron default
  • ntp-client (Uhrzeit übers Internet abgleichen)
(chroot)audio4linux31 / # emerge ntp
(chroot)audio4linux31 / # rc-update add ntp-client default
  • distcc

sobald mehr als ein Gentoo-System lokal verfügbar ist ist der distcc eine tolle Sache. Man verwandelt sein System damit in einen GCC-Cluster-Node, d.h.wenn distcc in der make.conf unter FEATURES eingetragen ist wird der kompilierende Rechner alle Systeme mitbenutzen auf denen auch der distccd gestartet ist :-)

(chroot)audio4linux31 / # emerge distcc
(chroot)audio4linux31 / # rc-update add distccd default


Bootloader

Wichtig: Wenn sich auf der Festplatte bereits eine weitere Linuxinstallation befindet kann auch deren bootloader verwendet werden um Gentoo zu starten. Wer nun den bootloader installiert sollte nicht vergessen die schon installierten Betriebssystem mit einzubinden


Ich entscheide mich für den Grub.

(chroot)audio4linux31 / # emerge grub

jetzt schau ich erst mal wie denn mein erstellter Kernel hies:

(chroot)audio4linux31 / # ls /boot/
System.map-genkernel-x86-2.6.29-gentoo-r5
boot
grub
initramfs-genkernel-x86-2.6.25-gentoo-r5
kernel-genkernel-x86-2.6.25-gentoo-r5

danach öffne ich mittels nano die grub.conf



GNU nano 2.1.7          File: /boot/grub/grub.conf                            

# This is a sample grub.conf for use with Genkernel, per the Gentoo handbook
# http://www.gentoo.org/doc/en/handbook/handbook-x86.xml?part=1&chap=10#doc_cha$
# If you are not using Genkernel and you need help creating this file, you
# should consult the handbook. Alternatively, consult the grub.conf.sample that
# is included with the Grub documentation.
#
default 0
timeout 30
#splashimage=(hd0,0)/boot/grub/splash.xpm.gz
#
#title Gentoo Linux 2.6.24-r5
#root (hd0,0)
#kernel /boot/kernel-genkernel-x86-2.6.24-gentoo-r5 root=/dev/ram0 real_root=/d$
#initrd /boot/initramfs-genkernel-x86-2.6.24-gentoo-r5
#
# vim:ft=conf:
                              [ Read 16 lines ]
^G Get Help  ^O WriteOut  ^W Where Is  ^V Next Page ^U UnCut Text^T To Spell
^X Exit      ^R Read File ^Y Prev Page ^K Cut Text  ^C Cur Pos   M-| First Line


Am wichtigsten ist es nun den Eintrag zum title,root,kernel und zur initrd auszukomentieren dann die Namen anzupassen als auch real_root=meine_rootpartition zu setzen den title verändern wir natürlich auch

Das Ergebnis solte dann in etwa so aussehn:

GNU nano 2.1.7          File: /boot/grub/grub.conf                            

# This is a sample grub.conf for use with Genkernel, per the Gentoo handbook
# http://www.gentoo.org/doc/en/handbook/handbook-x86.xml?part=1&chap=10#doc_cha$
# If you are not using Genkernel and you need help creating this file, you
# should consult the handbook. Alternatively, consult the grub.conf.sample that
# is included with the Grub documentation.
#
default 0
timeout 30
#splashimage=(hd0,0)/boot/grub/splash.xpm.gz
#
title An other sensless Audio4Linux Gentoo
root (hd0,4)
kernel /boot/kernel-genkernel-x86-2.6.29-gentoo-r5 root=/dev/ram0 real_root=/dev/sda5
initrd /boot/initramfs-genkernel-x86-2.6.29-gentoo-r5
#
# vim:ft=conf:
                              [ Read 16 lines ]
^G Get Help  ^O WriteOut  ^W Where Is  ^V Next Page ^U UnCut Text^T To Spell
^X Exit      ^R Read File ^Y Prev Page ^K Cut Text  ^C Cur Pos   M-| First Line

Ich möchte nun noch mein Windows7 hinzufügen:

title Win7
rootnoverify (hd0,0)
makeactive
chainloader +1

wird einfach angehängt

um den grub zu instalieren benötigen wir die /etc/mtab, diese ist inerhalb der chroot umgebung logischerweise nicht generiert worden. mit grep -v rootfs /proc/mounts > /etc/mtab erzeugen wir Sie.

jetzt solte:

(chroot)audio4linux31 / # 
grub-install --no-floppy /dev/sda
Installation finished. No error reported.
This is the contents of the device map /boot/grub/device.map.
Check if this is correct or not. If any of the lines is incorrect,
fix it and re-run the script `grub-install'.
(fd0)	/dev/fd0
(hd0)	/dev/sda
(hd1)	/dev/sdb

funktionieren.


Für Grub2 siehe http://wiki.gentoo.org/wiki/GRUB2_Quick_Start


Sicherung

nun wollen wir ja ungern noch mal von Anfang an beginnen und erzeugen uns jetzt erst mal ein eigenes stage3-Archiv aus dem erstellten System

wir verlassen die chroot-Umgebung

(chroot)audio4linux31 / # exit
audio4linux31 / # umount /mnt/gentoo/proc
audio4linux31 / # umount /mnt/gentoo/dev

wechseln nach /mnt/gentoo

audio4linux31 / # cd /mnt/gentoo

und erzeugen unser stage3

 audio4linux31 gentoo # tar -cvjpf /mnt/gentoo/gentoo/stage3_a4l_2009_rc1.tar.bz2   bin dev lib mnt proc sbin var boot etc home opt root sys usr


Reboot

die chroot ist verlassen ??? wenn ja dann sicherheitshalber

audio4linux31 / # umount /mnt/gentoo/*

und

audio4linux31 / # umount /mnt/*
audio4linux31 / #reboot


Installation der Anwendungssoftware

vom dau zur daw

So, es ist vollbaucht und endlich läuft unser System, ist dies die erste Gentoo-Installation ist es erst einmal wichtig mit dem System vertraut zu werden.


emerge

mit dem Befehl emerge haben wir ja schon gearbeitet, Er arbeitet die ebuilds im portage-Verzeichnis ab, d.h. er (de)installiert, sucht usw.

Folgende Optionen sind erst mal intereseant:

-a fragt vorher nach

-p listet nur auf was installiert würde

-v lässt emerge geschwätzig werden, es werden die möglichen USE_FLAGS angezeigt

-C deinstalliert

-u update

--sync aktualisiert den:


portage-tree

Er syncronisiert den Verzeichnisbaum welcher die ebuilds beinhaltet mit den Gentoo-Servern.

Hier finden sich also die Scripte zum Installieren aller offiziell unterstützten Programme

möchte man alternative Quellen verwenden benutzt man Overlays

Overlays / das benötigte pro-audio Overlay

Overlays sind zusätzliche Verzeichnisbäume für ebuild die von driiten zu Verfügung gestellt werden

man kann sie in der make.conf manuell einbinden: PORTDIR_OVERLAY=/pfad/zum/overlay

oder ein Verwaltungstool verwenden wie z.B.:


Layman

mit laymann lassensich einfach Overlays einrichten und updaten

emerge -a layman subversion

damit unser System das Overlay nutzt müssen wir einen Eintrag in der make.conf vornehmen (wer die hier vorgeschlagene make.conf übernommen hat muß nur auskommentieren)

source /usr/local/portage/layman/make.conf

so mit layman -L bekommen wir nun die verfügbaren Overlays angezeigt

um das gewünschte pro-audio-Overlay zu installieren tippen wir

layman -fa pro-audio
layman -fa paddymac

möchten wir später updaten

layman -S


alsa

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